Freitag, 3. Juli 2026
KI-Telefonagenten ab 5 Cent 📞 1,2 Mrd. für Quantum Systems 🚁 Anthropic überholt OpenAI 📊
Willkommen zur Freitag-Ausgabe von ki2min. Heute mit einem Telefonagenten zum Selberbauen und einem Rekordinvestment aus München.
xAI startet einen No-Code-Baukasten für KI-Telefonagenten: einsatzbereit in Minuten, ab 5 Cent pro Gesprächsminute
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- Im Browser beschreibst Du den Gesprächsablauf in normaler Sprache, hängst Dokumente und Tools an und schaltest den Agenten über eine Telefonnummer oder SIP-Anbindung live; xAI-Nummern kosten 0,01 Dollar pro Minute extra.
- Im Preis von 0,05 Dollar pro Minute stecken Telefonie, Wissensabruf, Tool-Aufrufe, Guardrails und Auswertung; über 25 Sprachen mit Sprachwechsel mitten im Gespräch, mehr als 80 Stimmen, Klonen der eigenen Markenstimme aus rund zwei Minuten Audio.
- Technisch läuft alles über ein einziges Speech-to-Speech-Modell statt der üblichen Kette aus Spracherkennung, LLM und Sprachausgabe, das senkt die Latenz; xAI nennt das Angebot DSGVO-konform.
- Für Empfang, Terminvergabe oder Support-Hotline in Deinem Betrieb ist das die bislang günstigste Einstiegsoption ohne Entwickler, Konkurrenz für ElevenLabs, Synthflow und Co.
Münchner Drohnenbauer Quantum Systems holt 1,2 Milliarden Dollar bei 8 Milliarden Dollar Bewertung, eine der größten Finanzierungen einer deutschen Tech-Firma überhaupt
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- Die Series D führen Blackstone, Noteus, Airbus und Advent an, dazu kommen BOND, Fidelity, Wellington und A.P. Moller; die Bewertung hat sich seit November 2025 (3,5 Milliarden Dollar) mehr als verdoppelt.
- Das Unternehmen hat rund 1.600 Mitarbeiter, peilt 2026 etwa 700 Millionen Euro Umsatz an und arbeitet nach eigenen Angaben profitabel mit zweistelliger EBITDA-Marge; die Drohnen flogen 2025 über 19.000 Einsätze in der Ukraine.
- Der Cap Table wurde so umgebaut, dass Investoren mit Vorbehalten gegen Waffen aussteigen konnten, damit ist der Weg zu bewaffneten Drohnen frei; frühester Börsengang laut Aufsichtsrat ab H1 2027.
- München festigt sich als europäisches Zentrum für Verteidigungs-KI, mit Sogwirkung auf Zulieferer, Fachkräfte und Kapital in der gesamten DACH-Region.
Citi, Adobe, Atlassian und Amazon drosseln die KI-Nutzung ihrer Mitarbeiter, weil nutzungsbasierte Abrechnung die Kosten explodieren lässt
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- Bei einem betroffenen Unternehmen verdreifachten sich die KI-Ausgaben auf über 15 Millionen Dollar pro Monat, nachdem Anbieter von Flatrates auf Token-Abrechnung umgestellt hatten.
- Citi kappte zeitweise den Zugang zu den neuesten Anthropic- und OpenAI-Modellen, Adobe beendete den unbegrenzten Claude-Zugang, Amazon strich die interne Vielnutzer-Rangliste und führte Limits ein.
- Die Empfehlung an Mitarbeiter lautet vielerorts: kleinere, günstigere Modelle für Routineaufgaben verwenden.
- Wenn Du gerade ChatGPT- oder Claude-Lizenzen ausrollst, kalkuliere die Umstellung auf nutzungsbasierte Preise gleich mit ein und lege Routing-Regeln fest, welches Modell für welche Aufgabe.
Anthropic überholt OpenAI beim Umsatz: 47 Milliarden Dollar annualisiert gegen 25 bis 33 Milliarden, ChatGPT fällt erstmals unter 50 Prozent Marktanteil
3 Min. Lesezeit
- Rund 85 Prozent des Anthropic-Umsatzes kommen aus Enterprise- und API-Geschäft, bei OpenAI stammen rund 85 Prozent aus Consumer-Abos, zwei fundamental verschiedene Geschäftsmodelle.
- Bei Business-Abos zog Anthropic schon im Mai vorbei; laut Similarweb fiel ChatGPTs Anteil an den Generative-AI-Besuchen im Mai erstmals unter die 50-Prozent-Marke.
- Anthropic peilt die Profitabilität Jahre vor OpenAIs Horizont 2029/2030 an.
- Für Deine Plattform-Entscheidung heißt das: Der Anbieter mit dem stärksten Enterprise-Fokus ist jetzt auch der Umsatzführer, das verschiebt die Gewichte bei Verhandlungen und Roadmaps.
Microsoft gründet die "Frontier Company": 2,5 Milliarden Dollar und 6.000 Experten, die KI direkt beim Kunden einbauen
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- Geführt wird die Einheit von Commercial-Business-Chef Judson Althoff, erklärtes Ziel ist die größte ergebnisorientierte Engineering-Organisation der Branche.
- Erste Kunden sind die London Stock Exchange Group, Unilever, Land O'Lakes und Accenture.
- Das Investment ist doppelt so groß wie Amazons zwei Tage zuvor angekündigte 1-Milliarde-Dollar-Einheit; OpenAI und Anthropic haben ähnliche Deployment-Ventures bereits im Mai gestartet.
- Da der DACH-Mittelstand überwiegend auf Microsoft läuft, dürfte dieses Angebot am schnellsten bei Dir ankommen, als Hilfe oder als Konkurrenz für Deinen IT-Dienstleister.
Der EuGH bestätigt letztinstanzlich die 4,1-Milliarden-Euro-Strafe gegen Google und öffnet die Tür für Schadenersatzklagen in ganz Europa
3 Min. Lesezeit
- Bestätigt wurden drei Verstöße: erzwungene Vorinstallation von Suche und Chrome als Bedingung für den Play Store, Exklusivzahlungen an Gerätehersteller und Netzbetreiber sowie das Blockieren von Android-Forks.
- Die 2018 verhängte und 2022 leicht reduzierte Strafe ist damit rechtskräftig, weitere Rechtsmittel gibt es nicht.
- Das Urteil stärkt Folgeklagen von Wettbewerbern und Herstellern im gesamten EWR und schränkt Googles Bündelungspraxis auf Android rechtlich ein.
- Brüssel zeigt damit, dass Plattform-Urteile durchgesetzt werden, die Blaupause für kommende Verfahren gegen die KI-Gatekeeper, von denen auch Dein Unternehmen abhängt.
Meta baut mit "Meta Compute" ein Cloud-Geschäft auf, um überschüssige KI-Rechenleistung zu verkaufen
2 Min. Lesezeit
- Meta hatte bis Q1 2026 bereits 182,9 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur zugesagt, inklusive Rechenzentren in Louisiana und Ohio, letzteres laut Zuckerberg "so groß wie Manhattan".
- Geplant sind zwei Erlösmodelle: rohe Rechenkapazität im Stil von CoreWeave und das Hosting von KI-Modellen, inklusive des neuen Closed-Weight-Modells Muse Spark.
- Meta folgt damit SpaceX, dessen xAI seit Mai Kapazität aus dem Colossus-1-Rechenzentrum an Anthropic, Google und Reflection AI verkauft.
- Ein fünfter Hyperscaler im Markt drückt mittelfristig die GPU- und Cloud-Preise, einer der größten Kostenblöcke, wenn Du KI-Workloads betreibst.
Together AI sammelt 800 Millionen Dollar ein und ist mit dem Hosting günstiger Open-Source-Modelle über 1,15 Milliarden Dollar Buchungen schwer
2 Min. Lesezeit
- Die Series C führt Aramco Ventures an, dabei sind auch Nvidia und Vista; die Bewertung springt von 3,3 auf 8,3 Milliarden Dollar innerhalb von 17 Monaten.
- Together vermietet Nvidia-GPU-Cluster und hostet offene Modelle wie DeepSeek und Kimi als günstige Alternative zu proprietären Frontier-Modellen; die Nutzung von Open-Source-Modellen hat sich binnen zwölf Monaten verdreifacht.
- Zu den Kunden zählen Cursor, Cognition und Decagon; Mitgründer Ce Zhang kommt von der ETH Zürich.
- Je mehr Kapital in Open-Source-Inferenz fließt, desto realistischer wird der Wechsel auf deutlich günstigere API-Alternativen für Deine Standard-Workloads.
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