Mittwoch, 8. Juli 2026

411 Mio. für Münchner Fusion ⚛️ Google trainiert mit Deinen Fotos 📸 Offenes China-Modell für die EU 🐉

Willkommen zur Mittwoch-Ausgabe von ki2min. Heute mit frischem Kapital für München und einer Datenschutz-Einstellung, die Du prüfen solltest.

Münchner Proxima Fusion holt 411 Millionen Euro, die größte Fusionsfinanzierung Europas, mit Google und RWE als strategischen Investoren

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  • Die Runde bei 2,4 Milliarden Euro Bewertung führen XTX Ventures und East X Ventures an, dazu kommen KfW Capital, SPRIND und Burda; insgesamt hat Proxima in unter drei Jahren über 650 Millionen Euro eingesammelt.
  • Das Geld finanziert den Demonstrations-Stellarator "Alpha" bei München (Ziel: Netto-Energie Anfang der 2030er), gemeinsam mit Bayern, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und RWE.
  • Als Standort für ein späteres Fusionskraftwerk ist das ehemalige Kernkraftwerksgelände Gundremmingen im Gespräch; das Unternehmen hat rund 200 Mitarbeiter in München, Zürich und Oxford.
  • Der Energiehunger der KI-Rechenzentren treibt solche Investments, und München beweist, dass sich Frontier-Technologie auch im DACH-Raum in Milliardenhöhe finanzieren lässt.

Google speichert jetzt standardmäßig Bilder, Dateien und Sprachaufnahmen aus Lens, Translate und Co. und trainiert damit seine KI-Modelle

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  • Betroffen sind Google-Lens-Fotos, Audio aus Google Translate, Search-Live-Spracheingaben und weitere Uploads; Google nutzt die Daten laut eigener Aussage auch zur Entwicklung von KI-Modellen.
  • Die Änderung wurde im Juni nur über eine unscheinbare Kunden-E-Mail kommuniziert; die alten "Web- und App-Aktivitäten"-Einstellungen greifen hier nicht mehr.
  • Abschalten: In der Suchverlauf-Verwaltung den neuen Punkt "Save Media" deaktivieren, zusätzlich lassen sich Löschintervalle von 3, 18 oder 36 Monaten setzen.
  • Wenn Deine Mitarbeiter Geschäftsdokumente per Lens scannen oder Verträge durch Translate schieben, gehört diese Einstellung ab sofort in Deine Datenschutz-Checkliste.

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  • Das Mixture-of-Experts-Modell hat 295 Milliarden Parameter, von denen pro Token nur 21 Milliarden aktiv sind, und erreicht Benchmarks auf dem Niveau deutlich größerer Modelle wie GLM-5.2 und DeepSeek-V4-Pro.
  • Die April-Preview hatte die EU noch per Lizenz ausgeschlossen, diese Beschränkung ist weg: kommerzielle Nutzung und Self-Hosting sind jetzt uneingeschränkt erlaubt.
  • Über OpenRouter ist die API zwei Wochen lang kostenlos, Tencents eigene Preise liegen bei 1 Yuan pro Million Input-Tokens, ein Bruchteil westlicher Frontier-Preise.
  • Für Dich interessant, wenn Du Datenhoheit willst, ohne auf Leistung zu verzichten: selbst hosten, keine US- oder China-API nötig.

Microsoft streicht 4.800 Stellen und verflacht das Management von bis zu 14 auf maximal 5 Ebenen

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  • Die Kürzungen treffen vor allem Xbox (dort in Summe rund 3.200 Stellen bzw. 20 Prozent in diesem Geschäftsjahr) und den kommerziellen Vertrieb.
  • Die Führung betont, die Rollen würden "nicht durch KI ersetzt", räumt aber ein, dass KI die Arbeitsweise verändert; über 4.000 Mitarbeiter wurden im letzten Jahr intern umgesetzt.
  • Parallel investiert Microsoft 2,5 Milliarden Dollar in seine neue Frontier Company für Enterprise-KI-Deployments, die Prioritäten verschieben sich also sichtbar Richtung KI.
  • Wenn Microsoft Dein wichtigster Software-Lieferant ist, erwarte Wechsel bei Ansprechpartnern im Vertrieb und lies die Umbau-Logik als Vorlage dafür, wie KI-getriebene Reorganisationen aussehen.

Erster UN-Gipfel zur KI-Governance in Genf: Guterres fordert weltweite Kontrollen für militärisch nutzbare KI-Chips

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  • Erstmals diskutieren alle 193 UN-Mitgliedstaaten formell über KI-Regeln, parallel zum AI-for-Good-Gipfel der ITU in Genf.
  • Guterres verlangt Kontrollen für immer leistungsfähigere KI-Chips mit militärischem Umnutzungspotenzial: "Maschinen können informieren, aber Menschen müssen entscheiden und verantworten."
  • Vorgeschlagen wurde außerdem ein "AI Child Safety Pledge" für Unternehmen sowie das Ziel, alle Rechenzentren bis 2030 mit erneuerbarer Energie zu betreiben; über 20 Länder unterstützen ein UN-Netzwerk für KI-Kapazitätsaufbau.
  • Nach dem EU AI Act beginnt damit die globale Regelsetzung, für exportierende DACH-Unternehmen ein Frühindikator für kommende Compliance-Themen.

Amazon leiht sich mindestens 25 Milliarden Dollar am Anleihemarkt, um 200 Milliarden Dollar KI-Investitionen in 2026 zu stemmen

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  • Die Anleihe läuft in acht Tranchen mit 3 bis 40 Jahren Laufzeit; das Orderbuch erreichte in der Spitze rund 62 Milliarden Dollar.
  • Amazons Investitionsbudget 2026 liegt bei rund 200 Milliarden Dollar nach 131 Milliarden im Vorjahr, zuvor wurden 2026 bereits rund 54 Milliarden Dollar an Fremdkapital aufgenommen.
  • Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta zusammen dürften 2026 über 700 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur stecken, zunehmend auf Pump.
  • Für Dich als Cloud-Kunde entscheidet dieses Wettrüsten über künftige Kapazitäten und Preise, und die wachsende Vorsicht am Anleihemarkt ist ein Warnsignal für alle, deren Planung auf immer billigeres KI-Compute setzt.

Nvidias nächste Rack-Generation Kyber NVL144 verschiebt sich laut Bericht um über ein Jahr auf 2028

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  • Grund sind Fertigungsprobleme beim zentralen PCB-Midplane, das sich kaum fehlerfrei produzieren lässt; Jensen Huang hatte das System erst drei Monate zuvor auf der GTC gezeigt.
  • Die Vier-Chip-Variante Rubin Ultra wurde gestrichen, es bleibt eine Zwei-Chip-Version mit etwa der halben Rechenleistung.
  • Asiatische Zulieferer-Aktien fielen deutlich: Ibiden minus 10 Prozent, Kingboard Laminates minus 18 Prozent.
  • Wann KI-Compute günstiger wird, hängt an genau solchen Roadmaps; AMD und Googles TPUs gewinnen durch die Verzögerung an Boden, was Verhandlungsspielraum bei Cloud-Verträgen schafft.

Vercel-Chef: Die Hälfte der 6 Millionen täglichen Deployments stößt inzwischen ein Coding-Agent an, nicht mehr ein Mensch

3 Min. Lesezeit

  • Über die KI-Schnittstelle von Vercel fließen mehr als 1 Billion Tokens pro Tag, Kunden mischen zunehmend günstige Modelle wie Gemini, DeepSeek und GLM-5.2 mit OpenAI und Anthropic.
  • Rauch sieht zwei Killer-Anwendungen für Agenten: Coding und interne Firmen-Agenten.
  • Vercel baut mit "Eve" ein Framework, das Agenten in natürlicher Sprache steuert, und mit Sandbox eine Kontrollschicht, welche Daten Agenten anfassen dürfen.
  • Ein harter Datenpunkt dafür, dass agentengetriebene Softwareentwicklung Mainstream ist, relevant für jedes Budget, das Du für Agenturen oder das eigene Dev-Team planst.

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