Freitag, 10. Juli 2026
GPT-5.6 für alle 🤖 Google baut Milliarden-Campus in OÖ 🇦🇹 KI-Kennzeichnung wird Pflicht 🏷️
Willkommen zur Freitag-Ausgabe von ki2min. Heute mit neuen Modellen zu neuen Preisen und einem Milliardenprojekt direkt vor der Haustür.
GPT-5.6 ist jetzt für alle verfügbar: Drei Modellstufen von 1 bis 5 Dollar pro Million Input-Tokens und neue Caching-Regeln
7 Min. Lesezeit
- Nach dem gestaffelten Start Ende Juni sind Sol (5 Dollar Input / 30 Dollar Output pro Million Tokens), Terra (2,50 / 15) und Luna (1 / 6) nun allgemein verfügbar, in ChatGPT, im neuen ChatGPT Work, in Codex und über die API.
- Terra liefert laut OpenAI das Niveau von GPT-5.5 zum halben Preis; Sol führt den Coding-Agent-Index von Artificial Analysis mit 80 Punkten an, liegt auf SWE-Bench Pro aber klar hinter Claude (64,6 zu 80,3 Prozent).
- Neu ist "Programmatic Tool Calling": Das Modell schreibt JavaScript, das in einer isolierten Umgebung ohne Netzzugang läuft; ein Multi-Agent-Modus koordiniert vier Agenten parallel.
- Achtung bei den Kosten: Cache-Schreibvorgänge kosten jetzt das 1,25-fache des Input-Preises, Cache-Lesezugriffe behalten den 90-Prozent-Rabatt. Wer API-Workloads betreibt, sollte seine Kalkulation aktualisieren.
Google beantragt den großen Ausbau seines Rechenzentrums in Kronstorf: Aus dem ersten Bauabschnitt soll ein Milliarden-Campus in Oberösterreich werden
2 Min. Lesezeit
- Der jetzt eingereichte Ausbau ist eineinhalbmal größer als der bereits genehmigte erste Bauabschnitt, dessen Bau im April 2026 begonnen hat; Bau- und Gewerbeverfahren laufen.
- Es ist Googles erstes Rechenzentrum in Österreich, Wirtschaftslandesrat Achleitner spricht von einem Investitionsprojekt in Milliardenhöhe und begründet das Tempo mit der weltweit steigenden Nachfrage nach KI-Rechenleistung.
- Laut Achleitner braucht der Gesamtausbau weniger als die Hälfte der früher kolportierten Energiemengen, dennoch muss die Strom- und Speicherinfrastruktur der Region mitwachsen.
- Für die DACH-Region entsteht damit KI-Rechenkapazität vor Ort, mit Folgewirkung für Industrie, Forschung und Zulieferer in Oberösterreich.
Die EU-Kommission segnet den Verhaltenskodex für KI-Transparenz ab: Ab 2. August gelten die Kennzeichnungspflichten des AI Act Artikel 50
2 Min. Lesezeit
- Der Code of Practice deckt laut Kommission die Pflichten aus Artikel 50 ab: Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben, synthetische Inhalte und Deepfakes müssen markiert werden.
- Die Unterzeichnung des Kodex ist der offizielle, EU-weite Weg, die Einhaltung nachzuweisen; sie bleibt freiwillig und ist kein abschließender Compliance-Beweis.
- Die Pflichten gelten ab 2. August 2026 für jedes im EU-Binnenmarkt eingesetzte KI-System, das KI-Büro will den Kodex mindestens alle zwei Jahre aktualisieren.
- Wenn Du Chatbots einsetzt oder KI-generierte Inhalte veröffentlichst, bleiben Dir noch gut drei Wochen, um Kennzeichnung und Offenlegung sauber aufzusetzen.
xAI veröffentlicht Grok 4.5 zum Kampfpreis von 2 Dollar pro Million Input-Tokens, EU-Nutzer müssen aber bis Mitte Juli warten
3 Min. Lesezeit
- Musk positioniert das Modell als "ungefähr vergleichbar mit Opus 4.7, aber viel schneller", mit etwa doppelter Token-Effizienz; Anthropic verlangt für Opus 4.7 mit 5 / 25 Dollar ein Mehrfaches.
- Verfügbar ist Grok 4.5 seit 9. Juli über Grok Build, den Cursor-Editor und die xAI-API, mit rund 80 Tokens pro Sekunde.
- Laut Heise verzögert sich die EU-Verfügbarkeit aus regulatorischen Gründen auf etwa Mitte Juli, wieder einmal kommt Europa später dran.
- Ein Frontier-Klasse-Modell zum Viertel des Preises verschiebt die Benchmark für Deine API-Kosten, sobald es hier nutzbar ist.
JetBrains bündelt seine KI-Tools für Unternehmen: zentrale Governance, Cloud-Agenten und Credits mit 12 Monaten Gültigkeit
2 Min. Lesezeit
- Das Paket "AI for Teams and Organizations" umfasst Cloud-Agenten für langlaufende Aufgaben, Repository-Wissen für Agenten (JetBrains Context), die Verwaltungskonsole JetBrains Central und eine CLI.
- KI-Credits gelten künftig 12 statt 1 Monat und lassen sich flexibel auf Entwickler verteilen, dazu kommt einheitliches Kosten-Controlling über Teams hinweg.
- Das System ist über MCP und ACP anbieterunabhängig, der Rollout an Geschäftskunden läuft im Juli und August.
- Für Dein Entwicklungsteam adressiert das genau die zwei Dauerthemen der KI-Einführung: Tool-Wildwuchs und unkontrollierbare Kosten, von einem Anbieter mit europäischen Wurzeln.
Meta verlangt erstmals Geld für ein KI-Modell: Muse Spark 1.1 unterbietet mit 1,25 Dollar pro Million Input-Tokens die Konkurrenz
3 Min. Lesezeit
- Das agentische Coding-Modell kostet 1,25 Dollar Input / 4,25 Dollar Output pro Million Tokens über die neue Meta Model API und zielt auf Claude Haiku 4.5 und GPT-5.6 Luna; die Public Preview startet zunächst nur in den USA.
- Meta verspricht ein 1-Million-Token-Kontextfenster, das das Modell selbst verwaltet, indem es Wichtiges behält und Unwichtiges komprimiert.
- Parallel sorgt Metas neuer Bildgenerator Muse Image für Datenschutz-Diskussionen: Er kann laut Heise standardmäßig Fotos öffentlicher Instagram-Konten verwenden und verändern, wer das nicht will, muss aktiv widersprechen.
- Für Deine Marke heißt das konkret: Prüfe das Opt-out für Eure Instagram-Präsenz, bevor Produktfotos ungefragt zu KI-Material werden.
Nach der US-Blockade von Anthropic-Modellen im Juni plant die EU Notfallprotokolle gegen künftige KI-Zugangssperren
2 Min. Lesezeit
- Auslöser war die zweiwöchige US-Sperre der Anthropic-Topmodelle für Nicht-US-Nutzer im Juni; Digitalkommissarin Virkkunen legte nun einen Aktionsplan für Cybersicherheit und KI vor.
- Bis Ende 2026 sollen Notfallprotokolle für Zugangsbeschränkungen aus Drittstaaten stehen, 2027 folgen EU-eigene Prüfkapazitäten beim KI-Büro, dazu eine sichere Testplattform für kritische Infrastrukturen.
- Virkkunen: Für sicherheitskritische Fähigkeiten könne sich Europa nicht allein auf außereuropäische Lösungen verlassen; der Plan flankiert das 200-Milliarden-Programm für KI-Gigafactories.
- Die Botschaft für Deine KI-Strategie: Der Juni-Blackout war kein Ausrutscher, sondern ein Szenario, plane Fallbacks und beobachte europäische Alternativen.
Indeed-Studie: Deutschland führt in Europa bei neuen KI-Berufsbildern, 59 Prozent davon außerhalb der Tech-Branche
1 Min. Lesezeit
- 288 neue KI-fokussierte Jobtitel machten im ersten Quartal 2026 4,2 Prozent aller deutschen Stellenanzeigen aus, der höchste Anteil in Europa.
- Neue Rollen heißen etwa "HR AI & Automation Manager" oder "Digitalisierungskaufmann mit KI-Fokus"; die USA führen absolut mit 822 KI-Jobtiteln.
- Indeed-Ökonomin Sondergeld: KI-Anwendungskompetenz wird branchenübergreifend zur Grundanforderung.
- Für Deine Personalplanung: KI-Skills gehören inzwischen in Stellenprofile jenseits der IT, und Weiterbildung wird zum Standardposten im Budget.
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